„Auch 23 Jahre nach dem Gau in Tschernobyl sind die katastrophalen Folgen immer noch sichtbar – und trotzdem setzen schwarze und gelbe Atomlobbyisten nach wie vor auf Atomenergie" stellt Sebastian Bracke, Vorstandsprecher von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Stadtverband Osnabrück, fest.
"Spätestens seit Tschernobyl sollte jedoch jedem klar sein: Atomkraft ist lebensgefährlich, teuer, schützt das Klima nicht und erzeugt hochgefährlichen Müll, den bisher niemand sicher entsorgen kann“, betont Bracke. Daher sei der Ausstieg aus der Atomenergie unabdingbar. „Die erfolglose, von Pannen begleitete Suche nach einer sicheren Endlagerlösung lässt nur eine Konsequenz für die Atomenergie zu: Kein Ausstieg aus dem Ausstieg! Keine Laufzeitver-längerungen für AKWs!“, so der Vorstandsprecher.
„Die Atomkonzerne führen Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Munde, doch in Wahrheit geht es um Profit und Macht. Sie wollen maximale Gewinne aus den alten, längst abgeschriebenen Meilern herausholen und gleichzeitig die Machtstrukturen auf dem Energiemarkt für die Zukunft zementieren“, kritisiert Vorstandsmitglied Anne Kura. Mit der Angst vor einer angeblichen „Stromlücke“ und dem Lockmittel Strompreissenkung solle die Akzeptanz für die Atomkraft erhöht werden. „Doch das ist Augenwischerei. Die „Stromlücke“ ist eine Mär und eine Laufzeitverlängerung würde zusätzliche Milliardengewinne in die Kassen der Stromkon-zerne spülen“, so Kura.
Der Vorstand des Stadtverbandes kündigt an: „Einem Rückfall ins Atomzeitalter werden wir Grüne uns mit aller Kraft entgegenstellen!“
An einem Info- und Mitmachstand in der Großen Straße werden die Osnabrücker Grünen am Samstag über das Risiko und die tatsächlichen Kosten von Atomkraft aufklären.