„Der Wahlkampf ist mittlerweile in eine regelrechte Ressourcenschlacht ausgeartet“, so die Vorstandssprecherin der Osnabrücker Grünen, Anne Kura. Nicht nur, dass einige Parteien deutlich mehr als die genehmigten 250 Plakate aufgehängt hätten. An zahlreichen Standorten seien darüber hinaus grüne Plakate verschwunden und die Flächen von anderen Bewerbern belegt worden. „In der Martinistraße wurden unsere Plakate zum Beispiel fast vollständig abgenommen und entwendet. Statt unserer Kandidatin Doro Steiner lächelt dort jetzt Kanzlerin Merkel“, so Kura.
Die Grünen bedauern zudem, dass sich die Parteien im Vorfeld nicht auf eine freiwillige Beschränkung der Plakatierungszeit auf sechs statt acht Wochen einigen konnten. Es sei nicht nötig, dass die ganze Stadt zwei Monate lang komplett in Wahlplakaten versinke. „Die riesigen Geldmengen, die hier verbraten werden, könnten deutlich sinnvoller und eingesetzt werden“, so die Vorstandssprecherin.
Für kommende Wahlkämpfe hoffen die Grünen auf eine regelkonforme und faire Plakatierung. Eine derartige Materialschlacht schade der Umwelt und fördere eher den Unmut der WählerInnen, statt zur Wahl zu animieren.