Grüne Termine
- 08.02.2012 19:15 Uhr, Parteisitzung, Grünes Zentrum
- 22.02.2012 19:15 Uhr, Parteisitzung, Grünes Zentrum
- 29.02.2012 18:30 Uhr, Arbeitsgruppe Sozialpolitik, Lagerhalle - Raum folgt
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Für mehr Lebensqualität in Osnabrück
Ohne Rücksicht auf wichtige Naherholungsgebiete, auf wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und auf das Stadtklima haben CDU und FDP in den letzten Jahren zahlreiche neue Baugebiete ausgewiesen. Der unter Rot-Grün im Jahr 2001 verabschiedete Flächennutzungsplan, der nach intensiver Planung die ökologischen Belange mit dem vorhandenen Bedarf an neuen Bauflächen in Einklang gebracht hat, wurde damit ins Gegenteil verkehrt.
Bereits bebaute Flächen besser nutzen
Naherholungsräume sichern, ein gutes Stadtklima fördern, Biotope erhalten
Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden sind ohne Natur undenkbar. Eingebettet zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald reichen Grünzüge als „Grüne Finger“ weit in das Stadtgebiet hinein. Diese grünen Oasen sind nicht nur für die Naherholung von besonderer Bedeutung; sie sichern gerade in den Sommermonaten den Zufluss von Frischluft aus dem Umland in die Stadt. Wir Grünen stehen dafür, diese wertvollen Flächen zu erhalten. Wir treten auch dafür ein, ökologisch sensible Gebiete als Lebensraum für zahlreiche, zum Teil seltene Tiere und Pflanzen in der Stadt Osnabrück zu erhalten.
Deshalb werden wir die ökologischen Sünden von Schwarz-Gelb beenden, wo das noch möglich ist. Eine Bebauung der „Eiswiesen“ in der Dodesheide, ökologisch sensibler Flächen in Voxtrup oder in Lüstringen wird es mit uns nicht geben!
Statt neuer Baugebiete am Stadtrand setzen wir auf Investitionen zur Verbesserung und – wo nötig - auf Erneuerung des Bestandes. Das Programm „Soziale Stadt“ im Rosenplatz-Viertel arbeitet beispielhaft an infrastrukturellen und sozialen Verbesserungen. Es sollte so bald wie möglich auch für den Stadtteil Schinkel genutzt werden.
Mit dem Jahn Carrée auf der ehemaligen Fläche des Abfallwirtschaftsbetriebs ist ein positives Beispiel modernen städtischen Wohnungsbaus umgesetzt worden. Als nächstes bieten sich an der Lotter Straße auf dem alten Busdepot ähnliche Bedingungen innerstädtische Flächen einer neuen Wohn- und Gewerbenutzung zuzuführen.
Allein durch den Abzug der britischen Armee bis 2010 werden ca. 1500 Wohneinheiten in Osnabrück und der näheren Umgebung frei. Dazu kommen mehr als 160 Hektar Kasernenfläche, die für Wohnungsbau und Gewerbe genutzt werden können. Alle Vorhaben der Ausweisung neuer Bauflächen müssen angesichts der neuen Entwicklung überprüft werden. Die Planung für ein neues Gewerbegebiete an der Vehrter Landstraße in einem landschaftlich wertvollen Bereich direkt neben frei werdenden Kasernenflächen sollte umgehend eingestellt werden. Unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wollen wir die frei werdenden Flächen neu beplanen. Denkbar ist die Gründung einer Planungs- und Entwicklungsgesellschaft, in der die Stadt zum Wohle der Bürger das Vorgehen entscheidend beeinflussen kann. Dabei darf nicht maximaler Profit ausschlaggebend sein, sondern eine intelligente und kreative Stadtentwicklung, die die Zukunftschancen erhält. Um neue Betriebe anzusiedeln, für neue, attraktive Wohngebiete müssen also keine weiteren Naturräume und Ruhezonen für die Menschen zerstört werden.
Keine A 33 durch das Nettetal
Ein sorgsamer Umgang mit knappen Flächen schließt auch die Verkehrsflächen mit ein. Neue Straßen wecken Hoffnungen auf Entlastung von Lärm und Abgasen. Die Erfahrung zeigt, dass dafür an anderer Stelle nur neue Belastungen entstehen und in der Summe mehr Straßen zu immer mehr Verkehr führen. Für uns ist Mobilität mehr als Autoverkehr. Die Planungen von CDU/ FDP und SPD das Nettetal durch den Weiterbau der A 33 zwischen Belm und Wallenhorst zu zerstören, lehnen wir konsequent ab. Eine Zeitersparnis von etwa 10 Minuten gegenüber der vorhandenen Autobahnverbindung über die A 30/ A1 rechtfertigt diese Naturzerstörung auf keinen Fall. Nur mit Bündnis 90/ Die Grünen wird die Stadt Osnabrück eine klare Position gegen die A 33 durch das Nettetal einnehmen.